ARSV Logo - Link zur Startseite Abteilung Badminton Abteilung Judo Abteilung Kegeln Abteilung Tennis
Home Badminton Judo Kegeln Tennis

Typisch Badminton in Katzwang: erst nach dem Fasching turbulent

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. PDFDruckenE-Mail

Geschrieben von: sb Sonntag, den 18. Februar 2018 um 16:09 Uhr

Benutzerbewertung: / 0
SchwachPerfekt 

Das letzte große Heimspielwochenende für die Badminton-Mannschaften des ARSV Katzwang begann am Samstagabend, 17.02.2018, gegen die Erste vom TSC Neuendettelsau, dem Tabellennachbarn, den man gerne hinter sich lassen wollte.

Unter so einem Erfolgsdruck ist die Nervosität der schlimmste vorstellbare Hemmfaktor. Für Kapitän Marco galt das nur bedingt, denn er spielte ruhiger und besonnerer als in so manch anderer Begegnung. Im 1. HD mit Jürgen reichte das allein nicht. Es kam kein druckvolles Spiel zustande, und Jürgen machte zu viele Fehler. Es ist halt auch das Spitzendoppel.

Im 2. HD konnte sich dafür Jens an der Seite von Ersatzmann Holger beweisen. Mit plötzlich mehr Puste in den Atemwegen konnten sie sich in zwei Sätzen gegen die Gegner durchsetzen. Jens führte sein zielsicheres Spiel im 2. Herreneinzel fort und schoss seinen Gegner regelrecht vom Feld.

Die Damen, heute Sabine mit Susanne als Ersatz, hatten im Doppel einen Komplettaussetzer im 2. Satz und mussten sozusagen eine "Strafrunde" absolvieren. Im 3. Satz war der Kopf aber wieder bei der Sache: 21:11 für Katzwang. Da war das Mixed auf jeden Fall spannender, denn schon im 1. Satz verloren Sabine und Holger ihre Führung und dann mit 20:22 knapp den Satz. So blieb kein Spielraum, um sich wirklich zu sammeln, und auch dieser Punkt ging in 2 Sätzen an Neuendettelsau.

Schade war, dass Marco - versöhnt mit sich allein am Feld - im 1. HE nicht punkten konnte. Jürgen wollte im 3. HE ebenfalls einen Punkt gut machen. Er weckte im 1. Satz große Hoffnungen, doch seine Schulter musste in zwei weiteren Sätzen umso länger leiden und er konnte einfach nicht so, wie er gerne gewollte hätte.

Das konnte auch Susanne im Dameneinzel nicht. Wieder stand es wie beim letzten Punktspiel 4:3 für die Gegner. Dumm, dass ausgerechnet an diesem Wochenende die Puste wegen einer Erkältung fehlte. 100% waren nicht drin, auch wenn sie sich sonst gerne ein wenig mehr gestreckt und bewegt hätte.

Irgendwo zwischen "Ich sterbe für euch!" und "Wir gewinnen zusammen, wir verlieren zusammen" sammelte sich die Mannschaft im meditativ-philosophischen Miteinander nach dem Spiel. Immerhin waren damit alle auch am Sonntagmorgen halbwegs ausgeruht auf dem Feld. Nicht ohne Zipperlein, aber mit jeder Menge Motivation. Und das ist doch auch das Schöne am Mannschaftssport.

 

Nicht viel, aber einen kleinen Tick entspannter begann die Begegnung am Sonntag gegen die Erste des SC Wernsbach-Weihenzell, die unvollständig mit einer Dame und in Ersatzaufstellung nach Katzwang kam. Das Damendoppel und -einzel entfielen.

Da gelang es fast befreit, auf die zwei Punkte Vorsprung noch zwei "echte" Punkte draufzulegen. Das Spitzendoppel Marco und Jens zeigte ein überzeugendes Spiel, dem kurze Schwächemomente keinen Abbruch taten. Jürgen und Alfred fühlten sich heute sichtbar wohl auf dem Feld und holten auch ihr Herrendoppel verdient nach Hause.

Es gelang einfach fast alles: Jens wieder stark im 2. HE, Jürgen heute siegreich schon nach zwei Sätzen, Sabine und Alfred im Mixed, ... spätestens da träumte man schon vom 8:0-Sieg. Und Marco war auch im 1. Herreneinzel wirklich dran. Sein starker Gegner nutzte unter anderem seine Körpergröße gut aus und zwang Marco zu einem Spiel auf hohem Niveau. Das war schön anzusehen, und die kleine Teilniederlage ist beim Endstand von 7:1 absolut in Ordnung.

 

In bester Feierlaune empfing Katzwang 1 also die Kollegen der 2. Mannschaft zur zweiten Heimbegegnung: Katzwang 2 gegen Wernsbach-Weihenzell 2. Beide Mannschaften standen punktgleich in der Tabelle, Katzwang unten nur mit zwei Sätzen Abstand. Für beide bedeutete das: Kellerduell gegen den Abstieg.

Katzwang 2 hatte jedoch aufgestockt und eine gute Auswahl an Spielern am Start. Simon und Renan sollten sich als Neuzugänge gleich im 1. HD beweisen - ein harter Einstand. Aber beide schlugen sich wacker, sowohl durchs Doppel als auch durch das 1. HE und 2. HE. "Da ist noch viel Luft nach oben" heißt ja auch: wir bleiben dran! :-) Weiter so, und ihr werdet künftige Gegner noch das Fürchten lehren.

Die Damen mussten dann eben wieder nachlegen: Einstellig im Damendoppel mit Marie, und ziemlich sicher im Einzel, ließ Luisa die Gegnerinnen alt aussehen.

Weit unter Niveau verkaufte sich heute dafür Rainer. Er konnte den gesetzten Punkt im 3. Herreneinzel nicht einfahren. Das bedeutete 4:3 Vorsprung für die Gegner und ein Zittern um einen Unentschieden-Punkt im abschließenden Mixed.

Endlich herrschte mal wieder Stimmung in der Halle, die im Winter eher unterkühlt ist. Heute kochten die Emotionen hoch, und am Ende wurde den Katzwangern auch wieder warm ums Herz, denn Julian und Marie spielen ein wirklich gutes Mixed auch unter Druck.

Julian schafft es, sich selbst immer wieder zu motivieren und die Konzentration beizubehalten. Marie ist aus Fußballzeiten ohnehin mehr Leistungsdruck gewöhnt und kann so auch bei 21:18 und 19:21 im 3. Satz halbwegs gefasst bleiben. Nun ja, hier bibberten beide Paare vor Aufregung. Die Gegner berappelten sich etwas schneller, die Katzwanger mussten einen 4-Punkte-Rückstand aufholen. Und dann die Erlösung: mit 21:18 freuten sich alle über das Unentschieden. Im Keller herrscht weiterhin Punktegleichstand, Katzwang in Sätzen immer noch hinter Wernsbach.

Ein Mantra für die nächsten Wochen bleibt nach dem heutigen Spieltag bestimmt in so manchem Kopf: "Longline, longline, longline..."

Und man muss sich auf jeden Fall von einem voreiligen, destruktiven Kalkül befreien. Nur weil heute für Katzwang 2 beim letzten Heimspiel der Runde kein klarer Sieg in die Rechnung fließt, heißt das noch nicht, dass die Mannschaft zum Abstieg verdammt ist.