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Unangenehme Begegnung für Katzwang 1, mit Trostpunkt

Geschrieben von: sb Sonntag, den 10. Februar 2019 um 10:35 Uhr

Die Badminton-Erste hatte am Samstag, 9.2.2019, beim letzten Heimspiel der Saison den SV Burggrafenhof zu Gast.

Die Begegnung startete mit zwei spannenden Herrendoppeln, die beide im 1. Satz an Katzwang gingen. Im 1. HD taten sich Jürgen und Alfred jedoch schwer, und die beiden folgenden Sätze gewann Burggrafenhof mit einigem Abstand. Dass jedoch das 2. HD nach deutlich siegreichem erstem Durchgang ebenfalls in eine dritte Runde musste, war überraschend. Ersatzmann Holger konnte jedoch seine Cleverness und Platzierungsstärke mit Jens' Schlagkraft erfolgreich zusammenführen - der 3. Satz brachte den deutlichen Ausgleich.

Wenig spektakulär liefen Damendoppel und Mixed. Bärbel und Susanne konnten die anfängliche Nervosität jeweils nach halbem Satz überwinden und fuhren zwei Siegsätze ein. Ebenso konnte Bärbel mit Holger in zwei glatten Sätzen einen schnellen weiteren Spielpunkt an Land ziehen. Die Entscheidung für die Mixed-Kombi stellte sich als goldrichtig heraus.

Jürgens 2. Herreneinzel lief etwas schleppend an, der Gegner war agil wie mobil. Nach verlorenem 1. Satz konnte Jürgen jedoch punkten, und holte sich dann auch gleich noch den 3. und damit für die Mannschaft den Punkt zum gesicherten Unentschieden.

Das spektakulärste Spiel des Tages - weil es das Schönste war - bot uns unser Jugendjoker Florian. Er stellte sich stoisch in das 3. HE und lief gegen einen weitaus erfahreneren Gegner mit viel Ruhe im 2. Satz zu Höchstform auf. Tolle Ballwechsel waren zu sehen, immer wieder fand Flo eine Antwort, erlief sich Bälle, und wurde oft im Gegenzug mit einem Fehler des Gegners für seinen Fleiß belohnt. Auch wenn er sein Spiel im 3. Satz nicht mehr so fortsetzen konnte wie erhofft und Flo vielleicht dafür noch die Sicherheit und der lange Atem fehlt: Die Zuschauer waren begeistert, und dieser Einsatz in einer der Erwachsenen-Mannschaften wird sicher nicht der letzte bleiben.

Langer Atem hätte am Ende auch Susanne und Jens im Einzel gut getan: Susanne konnte im Dameneinzel den 1. Satz souverän durchspielen, im 2. Satz blieb es dann aber knapp bis zum Schluss, und sie musste schließlich mit 19:21 in einen dritten Durchgang. Beim Spielpunkt zum 19:20 ging die Gegnerin knapp vor ihrem Matchball verletzt zu Boden. Nach erster Diagnose schien klar, dass das Spiel abgebrochen werden muss. Dann überlegte die Gegnerin es sich anders und spielte weiter. Man kann sich vorstellen, was einem Spieler hier alles durch den Kopf geht, und dass der Kopf dabei nicht mehr ganz klar bei der Sache ist. Verloren hat Susanne das Spiel jedoch trotzdem ganz allein, mit 20:22.

Das Gleiche gilt für Jens, der im abschließenden Spitzeneinzel nebenan bereits den 1. Satz verloren hatte. Auch in ihm arbeitete es wohl, der Druck wurde immer größer, zog den Frust noch mit, und der letzte Spielpunkt im Rückstand bei 16:20 setzte mit einer streitbaren Situation noch das i-Tüpfelchen drauf. Die extreme Beharrlichkeit der Gegner verhinderte eine Wiederholung des Ballwechsels. Aber auch hier gilt: Meist entscheidet nicht ein einziger Ballwechsel über ein gesamtes Spiel. Das schmerzt, aber beide, Jens und Susanne, müssen damit klarkommen.

Die Gäste hatten sich im Spielverlauf als zunehmend unangenehme Gegner entpuppt, die eher forderten und bedrängten, als sportlich nachzugeben. Inwieweit das den Endstand beeinflusste oder nicht, muss jeder für sich selbst beurteilen. In Katzwang zumindest blieb man soweit fair und locker, die A-Klasse nicht mit dem Anspruch höherer Spielklassen zu belegen und sich einen Sieg zu "erstreiten". Der Unentschieden-Punkt ist das Trostpflaster dafür.